Cajeput Pflanze zur Herstellung von ätherischem Öl

Cajeputöl

Cajeputöl kam schon vor vielen Jahrhunderten von den Molukken (indonesische Inselgruppe), auch bekannt als Gewürzinseln nach Europa. Und das war ein echter Segen, denn das scharfe ätherische Öl des Cajeput bringt uns viel Gutes.

Geschichte des Cajeputöls

In seiner Heimat wird Cajeputöl schon seit jeher als Hautpflegemittel eingesetzt. Auch um seine Heilkraft bei Fieber, Atemwegserkrankungen und rheumatischen Beschwerden weiß man dort schon seit Jahrhunderten. Im siebzehnten Jahrhundert brachten Holländer das Öl nach Europa. Seit Anfang des achtzehnten Jahrhunderts wird Cajeputöl in Deutschland als Arzneimittel genutzt. Damals kamen auch größere Mengen unter der Bezeichnung „Oleum Wittnebianum“ in den Handel und das Cajeputöl setzte seinen Siegeszug nach England und Frankreich fort.

Cajeputöl Wirkung

Cajeputöl wird unter anderem antiseptische, durchblutungsfördernde, Husten lösende, schweißtreibende, krampflösende, schmerzlindernde und entspannende Eigenschaften zugeschrieben.

Schon gewusst?

Cajeput und Eukalyptus haben einen sehr ähnlichen Duft und werden daher häufig auch verwechselt.

Der Hauptwirkstoff Cineol ist in der Lage, zähen Schleim zu verflüssigen und kann nachweislich sogar die Dauer und Schwere der Hustenanfälle von COPD Patienten reduzieren. Auch Asthma Patienten können, wenn sie zusätzlich Cineol einnehmen, die Corticosteroide reduzieren und ihre Lebensqualität verbessern. In vitro wirkt Cineol außerdem antiviral, antibakteriell und antifungal. Deswegen findet Cajeputöl Verwendung als Antiseptikum.

Cineol hemmt Entzündungen und beruhigt und erweitert die Bronchien, was die Lungenfunktion verbessert. Auch auf die psychische Verfassung zeigt Cajeputöl Wirkung: Es bringt Klarheit ins Denken und hilft, auch in schwierigen und ungewohnten Situationen, Entscheidungen zu treffen. Cajeputöl hilft, Lethargie und Antriebsschwäche zu überwinden und kann eine verletzte Seele heilen.

Chemische Zusamensetzung von Cajeputöl

Cajeputöl enthält 50 bis 65% Cineol (Eucalyptol). Cineol ist auch der Hauptbestandteil von Eukalyptusöl und kommt auch in Thymian, Salbei und Teebaum vor. Weitere Bestandteile sind:

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  • α- bzw. β- Pinen
    Diese Duftstoffe sind typisch für Myrtengewächse, kommen aber auch in den ätherischen Öl von Fichtennadeln oder Kümmel vor.
  • p-Cymen
    ist eine Verbindung mit einem charakteristischen Geruch, die oft in Pflanzen vorkommt, deren biologische Bedeutung man aber nicht kennt.
  • Limonen
    Limonen kommt häufig vor, ist typisch für Citrusöle und verbreitet einen zitronigen Duft.
  • Myrcen
    Myrcen kommt häufig und in verschiedensten ätherischen Ölen vor.
  • G-Terpinen
    G-Terpinen ist ein kiefernartig duftendes Öl, das vor allem in Zitrusfrüchten und Gewürzpflanzen vorkommt. Es ist mit p-Cymol verwandt. G-Terpinen hemmt die Acetylcholin-Esterase, ein wichtiges Enzym der Signalübertragung zwischen Nervenzellen und die Aldose-Reduktase, ein Enzym, das giftige Aldehyde (z.B. aus dem Abbau von Alkohol) unschädlich macht.
  • Terpinolen
    Terpinolen ist ein Sammelbegriff für verschiedene, untereinander ähnliche Verbindungen aus ätherischen Ölen. Sie kommen in Spuren auch in der Weinrebe und Petersilienwurzel vor.
  • Terpineole
    Terpineole sind Inhaltsstoffe verschiedener ätherischer Öle, die alle eine sehr ähnliche Struktur besitzen, damit aber überraschend unterschiedliche Düfte erzeugen.
  • Linalool
    Linalool ist ein Aromastoff, der auch in vielen Gewürzpflanzen vorkommt.
  • Caryophyllene
    Caryophyllene kommen in verschiedenen Formen vor und sind in den ätherischen Ölen vieler Gewürzpflanzen enthalten. β-Caryophyllen verwandelt sich an der Luft zu einem schwach Allergie auslösenden Stoff
  • α- und β-Selinen
    α- und β-Selinen sind neben Limonen der Hauptbestandteil von Selleriesamenöl
  • β-Caryophyllenoxid
    β-Caryophyllenoxid ist das Allergen, das aus β-Caryophyllen entsteht.
  • Viridiflorol
    Viridiflorol kommt auch in Salbei und anderen ätherischen Ölen vor und wirkt antibakteriell, zum Beispiel gegen den Erreger der Tuberkulose.

Anwendung von Cajeputöl

Die Cajeputöl Anwendung ist sehr vielseitig. Es kann sowohl äußerlich als auch innerlich verwendet werden. Zum Einreiben bei Gelenkbeschwerden oder Hautproblemen verdünnt man es mit einem Trägeröl. Als Badezusatz, etwa bei Blasenentzündungen, gibt man einige Tropfen des reinen Öls in das Badewasser. Inhalation mit dem Öl helfen bei Erkältungen. Gebt ein paar Tropfen in heiße Wasser und inhaliert den Dampf. Innerlich eingenommen helfen ein bis zwei Tropfen Cajeputöl in Honig zwei bis drei mal täglich unter anderem gegen Harnwegsprobleme und Beschwerden des Verdauungstraktes.

Gegenanzeigen und Nebenwirkungen

Cajeput ätherisches Öl sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit wegen nicht ausreichender Infolage nicht angewandt werden. Ebenso bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Cineol oder einem anderen Inhaltsstoff. Bei innerer Anwendung darf Cajeputöl nicht überdosiert werden, weil es de Beschwerden dann verstärke kann.

Herstellung von Cajeputöl

Cajeputöl wird durch Wasserdampfdestillation aus jungen Zweigen und Blättern von Melaleuca leucadendra. Die Blätter und Knospen sind besonders reich an Wirkstoffen. Um das Öl zu gewinnen werden die Äste von wildwachsenden Bäumen abgeschlagen, entlaubt und die Blätter in fahrbaren Destillen verarbeitet. Die Bäume regenerieren sich außerordentlich schnell, so dass eine jährliche Ernte möglich ist ohne die Bestände zu gefährden.

Botanik der Cajeput Pflanze

Die Cajeput Pflanze, aus der das ätherische Öl gewonnen wird ist ein immergrüner Baum, Melaleuca leucadendra, der zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) zählt. Er ist in Südostasien, Australien und Teilen Indiens zu Hause. Die Bäume bevorzugen feuchten bis sumpfigen Boden und können in den Monsungebieten von Indonesien, Malaysia und Papua Neuguinea große Wälder bilden. Im trockeneren Buschland, das häufig von Feuer heimgesucht wird, erholt sich Melaleuca leucadendra schnell und kann die neu heranwachsende Vegetation mühelos dominieren.

Schon gewusst?

Cajeputöl ist auch ein wichtiger Bestandteil von Olbas-Tropfen und Tiger Balm. Olbas Tropfen sind ein pflanzliches Arzneimittel gegen Erkältungskrankheiten, leichte Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Verspannungszustände. Tiger Balm ist eine Salbe zum Einreiben und wirkt gegen Erkältungskrankheiten, Insektenstiche und vieles mehr.

Früher wurden unter der Bezeichnung Melaleuca leucadendra verschiedene Pflanzen zusammengfasst, die heute in vier eigenständige Arten unterteilt werden:

  • Melaleuca cajuputi
  • Melaleuca leucadendra
  • Melaleuca viridiflora
  • Melaleuca quinquenervia

Das Holz dieser Bäume ist sehr hell, beinahe weiß. Deswegen nennt man die Pflanze in Malaysia „caju-puti“. Das bedeutet „weißes Holz“.

Cajeputöl kaufen

Wenn Cajeputöl kaufen wollt, müsst ihr genau darauf achten, von welcher Pflanze das Öl stammt. Es gibt verschiedene Bäume, die ätherisches Öl Cajeput produzieren , das nah mit dem bekannteren Teebaumöl verwandt ist. Die Öle unterscheiden sich aber geringfügig in ihrer Wirkung und Zusammensetzung.

Melaleuca cajuputi ist die Stammpflanze des eigentlichen Cajeputöls. Melaleuca leucodendra, produziert ein etwas anderes ätherisches Öl, das aber als Cajeputöl im Handel erhältlich ist. Melaleuca viridiflora und quinquenervia liefern Niaouliöl bzw. Niaouliöl MQV. Niaouliöl hat einen etwas geringeren Gehalt an Cineol.

Tipp

Cajeputöl wirkt hervorragend bei Konzentrationsstörungen und Müdigkeit. Vermischt dazu einfach 2 Tropfen Cajeput, 3 Tropfen Zitrone, 1 Tropfen Orange (jeweils auch als Öl erhältlich) in einer Duftlampe. Das Öl ist auch blutstillend und wundheilend und kann direkt auf eine offene Stelle aufgetragen werden.

Cajeputöl Info:

NameCajeputöl
Botanischer NameMelaleuca leucadendra
FamilieMyrtengewächse, (Myrtaceae)
Synonyme

Englischer Namecajuput oil
HerkunftslandSüdostasien, Australien, Indien
GewinnungsartWasserdampfdestillation
PflanzenteilBlätter und Knospen
Preis pro 10mlAb € 3,00 bei amazon.de

Das ist der Duft von Cajeputöl:

Duftprofilwürzig, frisch, kühl, eukalyptusartig
Duftwirkungbelebend, antreibend, kräftigend, ermutigend, Konzentration fördernd, befreiend, aufrichtend,
DuftnoteKopfnote
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