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Johanniskrautöl

Alles zur Anwendung, Wirkung und Geschichte von Johanniskrautöl

Das Johanniskraut ist eines der Kräuter, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Mittlerweile findet es Anwendung in zahlreichen Gebieten rund um das körperliche und das seelische Befinden. Johanniskraut entfaltet seine Wirkung nicht nur in zahlreichen Arzneimitteln, sondern ist auch Grundlage eines gleichnamigen ätherischen Öls. Nachfolgend erfährt Du, wie Johanniskraut Dir in Deinem Leben einen deutlich positiven Effekt bringen kann.

Wirkungsweise psychisch

Was das Johanniskrautöl alles für den Körper tun kann, ist erstaunlich. Man kann es sowohl einnehmen als auch äußerlich anwenden. Damit lässt sich die Haut pflegen, Verbrennungen, Wunden und Narben behandeln, Umschläge damit machen und vieles mehr. Allgemein hat das Johanniskrautöl eine entspannende Wirkung. Das ätherische Johanniskrautöl findet besonders in der Aromatherapie seinen Einsatz. Johanniskraut an sich hat eine antidepressive Wirkung. Bei diese psychischen Beschwerden kann Johanniskraut eine großartige Hilfe sein:

  • Stimmungsschwankungen
  • depressive Verstimmung
  • Innere Unruhe
  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Ängste

In Studien hat sich gezeigt, dass Johanniskraut auf dieselben Areale wirkt wie chemische Antidepressiva. So hilft Johanniskrautöl beispielsweise bei Schlafstörungen, die Melatoninproduktion anzuregen. Melatonin wird umgangssprachlich als Schlafhormon bezeichnet. Die Wirkung ist nachgewiesen bei leichten und mittelschweren Depressionen.

Wirkungsweise körperlich

Schon gewusst?

Die deutsche Namensgebung des Johanniskraut ist an den 24. Juni angelehnt, der allgemein auch als Johannistag bekannt ist. Ungefähr um dieses Datum herum beginnt das Kraut zu blühen.

Die Einsatzgebiete bei körperlichen Beschwerden sind vielfältig. Hier eine Liste an möglichen Einsatzgebieten, bei denen das Öl gut hilft:

Trockene, schuppige Haut und Neurodermitis

Im Johanniskrautöl befinden sich entzündungshemmende und leicht schmerzlindernde Inhaltsstoffe. Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte) Gürtelrose oder auch Herpes sind Hauterkrankungen, die intensiver Pflege bedürfen. Die stark beanspruchte Haut wird durch das jeweilige Produkt gut gepflegt. Und das auf natürliche und sanfte Weise. Menschen, die beispielsweise an Neurodermitis leiden, reagieren extrem sensibel auf Cremes und Salben, die von billiger Qualität sind. Manche Hauterkrankungen lassen sich durch schlechte Produkte auch befeuern. Anders ist es beim Johanniskrautöl. Hinzu kommt hier die beruhigende und dämpfende Wirkung auf die Schmerzrezeptoren unter der Haut.

Wie Johanniskrautöl Schwangerschaft und Geburt erleichtern kann

Mit Ende der Schwangerschaft und gerade kurz vor der Geburt ist der Damm extrem gespannt. Bei einigen Frauen droht er, unter der Geburt zu reißen. Ein solcher Dammriss ist sehr schmerzhaft und beschäftigt Frauen noch eine ganze Weile nach der Geburt. Allerdings können sich Frauen den Damm regelmäßig mit Johanniskrautöl einreiben. Das Öl sorgt dafür, dass die Haut geschmeidiger und weicher wird. Die Gefahr eines Dammbruchs wird damit herabgesetzt.

Anwendung bei offenen Wunden

Es klingt zunächst bizarr, aber tatsächlich kann Johanniskrautöl bei offenen Wunden angewendet werden. Sofern das Öl richtig gelagert wird, bleibt es steril. Bei Wunden wirken die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe und tragen dazu bei, dass sie sich nicht weiter infiziert. Akute Blutungen lassen sich minimieren, weil sich die Blutgefäße durch das Öl verengen (Vasokonstriktion).

Hautpflege bei Akne und Narben

Auch Pickel und Akne sind entzündete Gebiete, bei denen man Johanniskrautöl verwenden kann. Die entzündeten Gebiete beruhigen sich und schwellen ab. Offene Pickel sind kleine Wunden, die sich, wie oben bereits beschrieben, problemlos damit behandeln lassen. Starke Akne kann zu den typischen Aknenarben führen. Diese verblassen zwar im Laufe des Lebens, aber Betroffene sind für den Rest ihres Lebens gezeichnet. Das Risiko lässt sich mit Johanniskrautöl deutlich verringern. Denn es regt die Durchblutung an und somit die Regeneration der betroffenen Hautschichten. Johanniskrautöl lässt sich darüberhinaus zur Hautpflege einsetzen und damit die Entstehung von Pickeln grundsätzlich vermindern. Übrigens verhält es sich genau so bei Insektenstichen. Die Schwellung breitet sich nicht weiter aus, der Juckreiz nimmt ab und der Schmerz wird gedämpft.

Was hilft gegen Cellulite?

Bei der Cellulite (nicht Cellulitis!) handelt es sich um kleinste Ödeme, also Wassereinlagerungen, in der Haut. Gerade Frauen neigen durch das schwächere Bindegewebe vermehrt zu Cellulite. Das Johanniskrautöl fördert auch hier die Durchblutung. Collagen wird vermehrt eingelagert. Denn genau an diesem Protein mangelt es bei Falten und Cellulite.

Schmerzen

Wenn Du einen Muskelkater hast, Rückenschmerzen oder sogar den berüchtigen Hexenschuss, hilft Johanniskrautöl gegen die Schmerzen. Es wirkt sich auf den kompletten Körper aus. Auch Schmerzen durch Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, wozu es häufig zu Spannungskopfschmerzen kommt, lassen sich mildern.

Verbrennungen

Genau wie bei den offenen Wunden oder Pickeln wirkt das Johanniskrautöl bei Verbrennungen. Es kann direkt auf die verbrannten Hautstellen aufgetragen werden. Dass bei Verbrennungen ab Grad 3 allerdings einen Arzt aufgesucht werden sollte, dürfte aber hoffentlich klar sein. Ähnlich verhält es sich mit Verbrühungen.

Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen

Auch hier spielen die entzündungshemmenden und antimikrobiotischen Anteile des Johanniskrautöls eine wichtige Rolle. Bakterien, die starken Mundgeruch verursachen, werden durch das Öl vermindert. Entzündungen am Zahnfleisch heilen besser und schneller ab.

Anwendung

Es wird unterschieden zwischen dem reinen ätherischen Johanniskrautöl und dem Mazerat aus Johanniskraut, das einen Auszug der Johanniskrautblüten enthält. Nicht selten werden beide Präparate in Kombination miteinener angewendet. Du kannst dir zum Beispiel Umschläge selber machen. Das Mazerat, das meistens aus in z. B. Olivenöl eingelegten echten Pflanzenteilen des Johanniskrauts besteht, wird mit dem ätherischen Öl gemischt. Ein paar Tropfen reichen da bereits, die Du zum Mazerat hinzugibst. Das eignet sich auch hervorragend zur Massage.

Weiterhin kann man das Öl in eine Duftlampe geben. Es wirkt entspannend und angstlösend, beruhigt bei Stress und Überlastung.
Es spricht auch nichts dagegen, ein paar Tropfen des Öls direkt oral einzunehmen. Etwa 3 x 1 Teelöffel pro Tag reichen aus. Allerdings schmeckt es ziemlich ekelig. In den Joghurt gerührt oder auf ein Stückchen Zucker geträufelt verschwindet der dominante Geschmack. Alternativ kann man auch Kapseln einnehmen, wenn es rein um die innere Anwendung geht.

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Tipp

Wenn Du unter fettigen oder schuppigen Haaren leidest, kann dir das Johanniskrautöl helfen, deine Kopfhaut zu beruhigen. Massiere etwas von dem Öl auf deine Kopfhaut und lasse es dort 30 Minuten einwirken. Danach kannst du dir die Haare waschen. Wenn du das über einen längeren Zeitraum machst, kannst du auf deiner Kopfhaut einen Normalzustand wiederherstellen.

Chemische Zusammensetzung

Bei der Johanniskrautöl Verwendung sollte man wissen, was sich alles darin befindet. Das Wichtige bei Naturprodukten sollte schließlich sein, dass man genau Bescheid weiß, womit man es zu tun hat. Folgende Dinge sind im Johanniskrautöl enthalten:

  • Hypericine sind der Hauptbestandteil
  • Hyperforin ist der antidepressiv wirksame Bestandteil
  • Xanthone wirken antibakteriell, antibiotisch, antitoxisch, antiallergen, antimykotisch (gegen Pilzbefall) und antihepatotoxisch.
  • Rutin ist ein Antioxidans, das die Zellen kräftigt und schützt
  • Spathulenol wirkt immunsuppressiv

Herstellung

Die Herstellung des ätherischen Johanniskrautöls erfolgt mittels Wasserdampfdestillation. Das zu erklären würde hier den Rahmen sprengen. Vielleicht erinnerst du dich an den Chemieunterricht: Kolben, Bunsenbrenner, Destillate und so weiter? Wenn du es genau wissen willst, kannst du hier etwas dazu nachlesen. Du kannst Johanniskautöl auch selber herstellen, dann allerdings als Mazerat und nicht als ätherisches Öl. Dazu legt man einfach Blüten, Knospen und Blätter einer Johanniskrautpflanze in Öl ein. Diese Flasche wird mindestens 5 Wochen an einem dunklen Ort gelagert. Heraus kommt das sogenannte Rotöl, was sich hervorragend einsetzen lässt.

Geschichte

Bereits in der Antike wurde das Johanniskraut entdeckt und gegen unterschiedliche Krankheiten eingesetzt. Bei den Römern wurde es zur gleichen Zeit als Mittel gegen Verbrennungen entdeckt. Im Mittelalter schließlich stellte man einen Zusammenhang zwischen dem positiven Effekt auf die Psyche bei “Besessenen” fest. Daher auch der volkstümliche Name Jageteufel oder Hexenkraut. Paracelsus beschrieb im 16. Jahrhundert eine Wirkung gegen melancholische Verstimmungen. Später fand es auch Einzug in die Literatur. Als in den nächsten Jahrhunderten mehr und mehr chemische Medikamente ihren Einzug in die Medizin fanden, geriet das Johanniskraut in Vergessenheit. Am dem Ende des 20. Jahrhunderts erst wurde es offiziell als Arzneimittel in die Medizinbücher aufgenommen.

Botanik

Das Johanniskraut ist eine weit verbreitete Pflanze in Europa, Nordafrika und dem westlichen Teil Asiens. Eingebürgert wurde sie auch in allen anderen Teilen der Welt. Die Pflanze ist etwa einen Meter hoch und wächst vorzugsweise an Waldrändern, Wegrändern und Böschungen. Auf den Blättern sitzen zahlreiche durchscheinende Drüsen. Die Blüten sind goldgelb und ebenfalls mit Drüsen durchsetzt. Die Staubblätter sind dabei besonders auffällig. Das Johanniskraut blüht zwischen Juli und September.

Allergien und Unverträglichkeiten

Grundsätzlich halten sich beim Johanniskrautöl Nebenwirkungen eher in Grenzen. Am bekanntesten ist aber, dass es die Lichtempfindlichkeit herabsetzt. Personen, die Johanniskraut zu sich nehmen, könnten eher zu einem Sonnebrand neigen. Gleichzeitig hilft das Öl aber auch, wie erwähnt, bei Verbrennungen.

Problematisch ist, dass Johanniskraut die Wirkung mancher Medikamente hemmt, verstärkt oder sogar ganz blockiert. Betroffen sind insbesonders Frauen, die die Pille nehmen. Oder Menschen, die blutverdünnende Medikamente nehmen. Ebenso Patienten, die Krebs haben oder AIDS. Sogenannte Immunsuppressiva werden durch Johanniskrautöl negativ beeinflusst. Hin und wieder kann es sogar zu Magen-Darm-Beschwerden und Unruhe führen, obgleich es andererseits auch dagegen hilft. Die Wirkung und Nebenwirkung von Johanniskraut ist sehr individuell. Sicher ist aber, dass die Johanniskrautöl Wirkung für Erwachsene positiver ist als für Kinder. Vor allem Babys sollten nicht mit ätherischen Ölen behandelt werden.

Johanniskrautöl Info:

NameJohanniskrautöl
Botanischer NameHypericum perforatum
FamilieJohanniskrautgewächse
SynonymeAlfblut, Blutkraut, Echtes Johanniskraut, Feldhopfenkraut, Frauenkraut, Gartheil, Gemeines Johanniskraut, Hartenaue, Hartheu, Herrgottsblut, Hexenkraut, Jageteufel, Jesuswundenkraut, Johannisblut, Johanniswurz, Konradskraut, Kreuzkraut, Mannskraft, Sonnenwendkraut, Teufelsflucht,Tüpfel-Johanniskraut, Walpurgiskraut, Wundkraut
Englischer NameAmber, Aron’s bread, Common St John’s wort, Saint John’s Wort, Perforate St John’s Wort, Goatweed, Hardhay, Hypericum, Klamath weed, Tipton weed, Tipton’s Weed
HerkunftslandFrankreich
GewinnungsartWasserdampfdestillation
PflanzenteilBlüten, Blätter und Knospen
Preis pro 10mlab € 1,00 €

Das ist der Duft von Johanniskraut:

Duftprofilwarm, würzig, heuartig, erdig
Duftwirkungentspannend
DuftnoteHerznote
5/5 (2 Reviews)