Salbeipflanzen

In der Antike wurde Salbei als „Kraut der Unsterblichen“ bezeichnet, da er als Garant für ein langes Leben galt – und all diese wunderbaren Kräfte entfalten im Salbeiöl ihre Wirkung. Ein guter Grund, immer ein Fläschchen davon parat zu haben.

Salbeiöl Wirkung

Traditionell wird dem Salbei Öl Heilwirkung gegen allerlei Beschwerden zugeschrieben. Es soll wundheilend, appetitanregend, krampflösend und harntreibend wirken. Wissenschaftlich belegt ist, die Salbeiöl Wirkung gegen Entzündungen in Mund und Rachen, Atemwegserkrankungen und Zahnschmerzen. Salbeiöl lindert Herzschwäche und Diabetes, hilft bei Verdauungsbeschwerden, hemmt das Wachstum von Krebszellen, tötet Bakterien und hindert Viren an der Vermehrung, wie viele ätherische Öle.

Aufgrund seiner krampflösenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften wird Salbeiöl gegen rheumatische und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Es soll auch menstruationsfördernd wirken. Dazu kommt, dass es die Milchbildung hemmt. Deswegen wird Salbei manchmal unterstützend beim Abstillen herangezogen. Im Allgemeinen sollte Salbeiöl aber während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verwendet werden.

Salbeiöl stärkt auch das Gedächtnis. Das weiß man schon seit Jahrhunderten und so lange wird Salbei schon gegen Vergesslichkeit und ähnliche Probleme mit dem Kopf eingenommen. Aber heute ist es wissenschaftlich belegt. Salbei hemmt ein Enzym, das den Abbruch der Signalübertragung in den Synapsen, den Schnittstellen zwischen den Nervenzellen, vermittelt. Das ist ein guter und wichtiger Prozess. Manchmal ist die Reizleitung zwischen den Nervenzellen aber zu schwach und dann hilft es ungemein, wenn man die Wirkung etwas verstärken kann. Solche Acetylcholinesterasehemmer werden zur Behandlung der Alzheimer Krankheit eingesetzt.

Eines der Haupteinsatzgebiete von Salbei ist seine hemmende Wirkung auf die Aktivität der Schweißdrüsen bei Hyperhidrose. Klinische Studien zeigten, dass durch die Einnahme von Salbei die Schweißproduktion um die Hälfte reduziert werden kann. Wahrscheinlich beruht dieser Effekt auf dem hemmenden Effekt auf die Acetylcholinesterase, die auch dem Gedächtnis auf die Sprünge hilft.

Salbeiblätter

Auf unsere Psyche wirkt Salbei in erster Linie ausgleichend. Er entspannt, reduziert Stress und stressbedingte Beschwerden. Salbeiöl stärkt die Nerven und wirkt Stress entgegen. Es hat einen ausgleichenden und beruhigenden, aber auch anregenden und stärkenden Effekt. Er wirkt depressiven Verstimmungen entgegen und fördert unsere Konzentration.

Salbeiöl Anwendung

Zur äußeren Anwendung in Hals und Rachen könnt ihr mit Salbeiöl gurgeln. Gebt zwei bis drei Tropfen Salbeiöl in ein Glas warmes Wasser. Das hilft gegen Zahnfleischentzündungen und Zahnschmerzen, Halsschmerzen oder Mundgeruch.

Mit einer solchen Salbeilösung kann man auch Insektenstiche, Geschwüre und schlecht heilende Wunden spülen. Es reduziert auch die Schweißbildung.

Gegen Fußschweiß helfen ein paar Tropfen Salbeiöl in einem warmen Fußbad aus 25g Natron (Natriumhydrogencarbonat, NaHCO3, zum Beispiel Kaiser Natron, nicht mit Soda oder Natronlauge verwechseln) auf 5L Wasser geben.

Ein paar Tropfen Salbeiöl in der Duftlampe haben eine starke Wirkung auf unsere Psyche und lassen uns entspannen und beruhigen. Sie wirken aber auch luftreinigend und reduzieren in Erkältungszeiten die Ansteckungsgefahr durch Bakterien und Viren.

Schon gewusst?

Die Thujone im Salbeiöl wirken in höherer Dosierung giftig auf Nervenzellen und können Verwirrtheit und Krämpfe hervorrufen. Das liegt daran, dass sie die Aktivität bestimmter Rezeptoren hemmen, die solche Zustände normalerweise verhindern. Deshalb sollte Salbeiöl nicht allzu hemmungslos verwendet werden.

Chemische Zusammensetzung von Salbeiöl

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des ätherischen Salbeiöls sind:

  • Thujon (35-60%): Thujone sind der charakteristische Wirkstoff von Salbeiöl, obwohl sie auch in anderen Pflanzen, etwa Thuja, Wermut, Beifuß oder anderen Lippenblütlern vorkommen. Thujone sind bicyclische Monoterpen-Ketone, die einen mentholartigen Geruch verströmen.

  • Eucalyptol: Eucalyptol ist ein typischer Bestandteil von Erkältungsölen und hilft bei Atemwegserkrankungen.

  • Campher: Campher hat schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Eigenschaften und wird zur äußerlichen Behandlung von Erkältungskrankheiten und bei Gelenk- und Muskelschmerzen angewandt.

Herstellung von Salbeiöl

Salbeiöl wird aus den Blättern der Pflanze durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Für einen Liter des ätherischen Öls benötigt man etwa 35 bis 50 Kilogramm Pflanzenmaterial.

Geschichte des Salbeis

Die Heilkraft des Salbeis ist schon seit Urzeiten bekannt. Der wissenschaftliche Name Salvia geht auf das lateinischen salvare zurück, was “heilen” bedeutet. Die Blätter des Salbeis waren in der Antike Sinnbild für ewiges Leben und galten als Allheilmittel gegen fast alle Krankheiten und Beschwerden – nicht zu Unrecht, wie wir heute wissen.

Im Mittelalter wurde der Echte Salbei von Mönchen über die Alpen gebracht und war fortan ein fester Bestandteil in Klostergärten. Die Heilkundigen des Mittelalters verwendeten ihn bei akutem Fieber, Erkältungen, Zahnschmerzen, Harnwegsleiden und Koliken. Besonders gegen die “Rote Blutruhr”, eine durch Bakterien hervorgerufene entzündliche Erkrankung des Dickdarms, sollte er helfen.

Als die Pest in Europa wütete, plünderten manche Diebe die Verstorbenen, ohne sich an den Leichen zu infizieren. Sie hatten sich mit in Essig eingelegtem Salbei vor einer Ansteckung geschützt.

Botanik des Salbeis

Salbei ist eine sehr artenreiche Gattung aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und fast überall auf der Welt verbreitet. Als Heilpflanze besonders wertvoll ist der Echte Salbei, Salvia officinalis. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst als immergrüner Halbstrauch bis zu 80 cm hoch. Zur Blütezeit entwickelt der Salbei lockere Ähren mit blauvioletten Blüten. Die Blätter sind gräulich-grün und filzig behaart. Auf den Blättern befinden sich Drüsenhaare und -schuppen, die das ätherische Öl enthalten.

Vom Salbei gibt es ca. 900 Arten, von denen neben dem Echten Salbei auch andere Arten zur Ölgewinnung verwendet werden. Dementsprechend existieren von Salbeiöl verschiedene Chemotypen mit unterschiedlicher Zusammensetzung, so dass die Salbeiöl Wirkung nicht immer gleich stark ausgeprägt ist.

Risiken und Gegenanzeigen

Die Inhaltsstoffe Campher und Thujon sind in höheren Konzentrationen toxisch.

Bei einer zu hohen Dosis können verschiedene Nebenwirkungen auftreten, die jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt sind. Es können nerven- und leberschädigende sowie abortive Vergiftungen auftreten. Während der Schwangerschaft darf Salbeiöl nicht verwendet werden.

Salbeiöl kann die Wirkung mancher Arzneimittel, wie Beruhigungs- oder Schlafmittel beeinflussen.

Salbeiöl Info:

NameSalbeiöl (Echter Salbei)
Botanischer NameSalvia officinalis
FamilieLippenblütler, Lamiaceae
SynonymeGarten-Salbei, Küchensalbei, Heilsalbei
Englischer Namesage oil
HerkunftslandSüdosteuropa
GewinnungsartWasserdampfdestillation
PflanzenteilBlätter
Preis pro 10mlab 2.40 €

Das ist der Duft von Salbeiöl:

Duftprofiltypisch würzig, kräuterartig, warm, frisch
Duftwirkungbelebend, beruhigend
DuftnoteKopfnote
5/5 (2 Reviews)
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