Eine schwangere Frau lehnt sich an einem Baum

Ätherisches Öl während der Schwangerschaft- worauf Du achten solltest

Die Verwendung eines ätherischens Öls in der Schwangerschaft – ist das unbedenklich? Hierüber gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Du solltest auf jeden Fall über ätherische Öle und den Umgang damit Bescheid wissen. Zudem spielt Deine Intuition eine große Rolle. Die meisten werdenden Mütter wissen instinktiv, was ihnen und ihrem ungeborenen Kind gut tut – und was nicht.

Eine Schwangerschaft geht meistens mit einer ganzen Reihe von Unannehmlichkeiten einher. Sodbrennen, Übelkeit, Schlaflosigkeit und Müdigkeit sind nur einige davon. Ein ätherisches Öl kann Dir auch während Deiner Schwangerschaft zu mehr Wohlbefinden verhelfen und einige Beschwerden lindern. Viele Hebammen und Geburtshelfer wissen um die positiven Effekte einer Aromatherapie. Sie ist nicht nur Entspannung für Körper und Geist, sondern kann auch den Hormonhaushalt ausgleichen und Stress lindern.

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Wie wirkt ein ätherisches Öl in der Schwangerschaft?

Ätherische Öle wirken zweifach: Sie haben sowohl Einfluss auf die Psyche als auch auf den Körper. Um die psychische Wirkung zu unterstützen, kannst Du ein ätherisches Öl in einer Duftlampe verdampfen lassen. Die Duftmoleküle gelangen über Rezeptoren in der Nase in unser Gehirn und setzten dort bestimmte Verbindungen frei, die unser Verhalten beeinflussen.

Hier einige Tipps, welche Öle sich in der Schwangerschaft bewährt haben:

  • Mandarinenöl: Es wirkt entspannend, antidepressiv und schlaffördernd
  • Die gleichen Eigenschaften hat Lavendelöles hilft zusätzlich gegen Kopfschmerzen
  • Mit Melissenöl bekommst Du Angst und leichte Panikzustände in den Griff
  • Grapefruit wirkt stimmungsaufhellend und hormonausgleichend
  • Sandelholzöl beruhigt und wirkt schlaffördernd
  • Rosmarin hilft gegen leichte Depressionen und wirkt gegen nervöse Müdigkeit
  • Neroliöl wirkt anregend und und angstlösend

Auswirkungen auf die Psyche

Der Geruchssinn ist während der Schwangerschaft extrem sensibel. Du solltest daher im Umgang mit ätherischen Ölen besonders vorsichtig sein und ausgesprochen sparsam dosieren. Wenn Du eine Duftlampe oder einen Aromadiffusor zur Raumbeduftung verwenden möchtest, beachte daher folgendes:

  • Verwende nicht mehr als drei Tropfen, in größeren Räumen fünf bis sechs Tropfen ätherisches Öl. Es handelt sich um Konzentrate, die sehr schnell und stark wirken!
  • Nach einiger Zeit hat sich Deine Nase an den Duft gewöhnt und nimmt ihn nicht mehr richtig wahr. Du solltest, wenn überhaupt, nur sehr vorsichtig nachdosieren
  • Eine Raumbeduftung solltest Du grundsätzlich nicht länger als etwa eineinhalb Stunden lang durchführen. Gönne Deiner Nase und Deiner Psyche danach eine ausgiebige Pause vor der nächsten Beduftung

Körperliche Auswirkungen

Schon gewusst?

Schwangere, die unter Epilepsie, Blutgerinnungsstörungen, Diabetes, Erkrankungen von Schilddrüse, Leber oder Nieren leiden oder bereits einige Fehlgeburten erlitten haben, sollten von der Verwendung von ätherischen Ölen während der Schwangerschaft absehen.

Über die Haut gelangen die Substanzen der Öle in das Bindegewebe, die Blutbahn oder die Muskulatur. Sehr gut geeignet hierzu sind nicht zu heiße Wannenbäder und sanfte Massagen. Bei der Aufnahme über die Haut sind die körperlichen Auswirkungen stärker ausgeprägt.

Bei akuten Beschwerden, wie plötzlicher Übelkeit oder Schwindel, kannst Du das Öl auch direkt aus der Flasche inhalieren. Es gelangt über die Lunge in die Blutbahn. Eine weiteres Möglichkeit ist es, ein Baumwolltaschentuch mit dem passenden Öl zu beduften und bei Dir zu tragen. Bei Notfällen unterwegs kannst Du dann daran riechen.

Wende ein ätherisches Öl auf der Haut nie unverdünnt an! Ein bis zwei Tropfen ätherisches Öl auf etwa 10 ml Basisöl sind ausreichend. Als Basisöle für die ätherischen Öle haben sich bewährt:

  • Mandelöl
  • Jojobaöl
  • Traubenkernöl
  • Aprikosenkernöl
  • Kokosöl
  • Olivenöl

Kokosöl und Olivenöl haben allerdings allerdings einen recht hohen Eigengeruch. Es kann daher sinnvoll sein, zu geruchsneutraleren Ölen wie Mandel- oder Jojobaöl zu greifen.

Ätherische Öl gegen Schwangerschaftsbeschwerden

  • Vanilleöl, Lavendel oder Rose helfen bei Verspannungen und Rückenschmerzen sowie Schlafproblemen
  • gegen Schwangerschaftsübelkeit kannst Du Zitrone, Bergamotte und Mandarine benutzen
  • bei vorzeitigen Wehen können lauwarme Bäder oder sanfte Einreibungen mit Neroli, römische Kamille, Rose und Majoran haben. Achtung! zu starkes Reiben kann wehenfördernd wirken! Hilfreicher sind lauwarme Bauchkompressen
  • gegen Spannungen in der Brust helfen Brustmassagen mit den Ölen Lavendel und Ylang Ylang
  • ein Fußbad mit Geranien- oder Lavendelöl hilft bei Beinkrämpfen
  • als Öle gegen Schwangerschaftsstreifen haben sich Lavendel, Weihrauch, Neroli, Rose und Mandarine bewährt. Massiere das Öl täglich, am besten direkt nach dem Duschen, auf Bauch, Oberschenkel und Brüste ein
  • als Dammmassage zur Geburtsvorbereitung kannst Du Rose, Muskatellersalbei, Lavendel oder Rosengeranie benutzen

Ätherisches Öl während der Geburt

Wenn Du während Deiner Schwangerschaft positive Erfahrungen mit ätherischen Ölen gemacht hast, kannst Du mit Deiner Hebamme besprechen, dass sie auch während der Geburt benutzt werden können.

Rosenöl beispielsweise wird seit Jahrhunderten wegen seines entspannenden Effektes in der Geburtsvorbereitung genutzt. Auf die Innenseiten den Oberschenkel gerieben, soll es sogar die Beckenmuskulatur entspannen. Zimt und Nelken können wehenfördernd sein.

Tipp

Verwende nur naturreines ätherisches Öl, am besten aus biologischem Anbau. Vertraue Deiner Nase! Benutze keinen Duft, den Du nicht magst. Bespreche die Verwendung von ätherischen Ölen in der Schwangerschaft am besten mit Deiner Hebamme, Deinem Arzt oder Deinem Naturheilkundler.

Diese ätherischen Öle solltest Du während einer Schwangerschaft meiden:

  • Anis
  • Beifuß
  • Basilikum
  • Birke
  • Estragon
  • Kampfer
  • Pefferminze
  • Thuja
  • Wermut
  • Zimt
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